Die Saison 2026 bringt bedeutende Veränderungen für Schweizer Radprofis. Mit Stefan Küngs Wechsel zu Tudor Pro Cycling Team und Marc Hirschis neuem Vertrag bis 2027 steht der Schweizer Radsport vor einer spannenden Neuausrichtung. Jan Christen verlängert derweil seinen Vertrag bei UAE Team Emirates bis 2030 und sichert sich damit eine langfristige Zukunft im WorldTour-Zirkus.
Key Takeaway
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Stefan Küng wechselt 2026 zu Tudor Pro Cycling Team als Teamleader
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Marc Hirschi unterschreibt bis 2027 bei Tudor Pro Cycling Team
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Jan Christen verlängert Vertrag bei UAE Team Emirates bis 2030
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NSN Cycling Team (ehemals Israel-Premier Tech) startet 2026 mit Schweizer Lizenz
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Chris Froome hat 2026 keinen Vertrag – Rüchtrittsgerüchte
Schweizer Top-Radprofis 2026: Verträge und Team-Zugehörigkeiten
Stefan Küng: Wechsel zu Tudor Pro Cycling Team als Leader
Stefan Küng, einer der erfolgreichsten Schweizer Radprofis der letzten Jahre, wechselt für die Saison 2026 zu Tudor Pro Cycling Team. Der Zeitfahr-Spezialist und ehemalige Straßenmeister übernimmt dort eine Führungsrolle und wird als Teamleader fungieren. Dieser Wechsel markiert einen bedeutenden Schritt für das Schweizer Team, das unter der Leitung von Fabian Cancellara aufbaut.
Küngs Wechsel wurde von NZZ und Swiss Cycling bestätigt und unterstreicht die Ambitionen von Tudor Pro Cycling, sich im internationalen Radsport zu etablieren. Der 30-jährige Thurgauer bringt mit seinen Zeitfahrqualitäten und seiner Erfahrung bei Klassikern wertvolle Stärken in das Team ein.
Seine Fähigkeit, in kurzen Zeitfahren zu glänzen und in härteren Eintagesrennen zu bestehen, macht ihn zu einem idealen Leader für ein aufstrebendes Schweizer Projekt. Küng, der 2016 WM-Bronze im Scratch und 2021 EM-Bronze im Zeitfahren gewann, soll bei Tudor Pro Cycling sowohl bei WorldTour-Rennen als auch bei kleineren Schweizer Veranstaltungen eine zentrale Rolle spielen. Seine Erfahrung bei der UCI Track Champions League könnte ebenfalls wertvoll sein.
Marc Hirschi und Jan Christen: Zwei Wege im Profi-Radsport
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Marc Hirschi wechselt von UAE Team Emirates zu Tudor Pro Cycling Team und unterschreibt einen Vertrag bis 2027. Der ehemalige Schweizer Straßenmeister strebt bei seinem neuen Team eine Führungsrolle an und will seine Vielseitigkeit in Klassikern und Etappenrennen unter Beweis stellen. Die Verpflichtung wurde von SRF Sport, Facebook und Swiss Cycling bestätigt.
Hirschi, der wie Claudio Imhof aus der Schweiz stammt, gilt als eines der größten Talente seiner Generation und konnte bereits 2020 eine Etappe der Tour de France gewinnen. Bei Tudor Pro Cycling erhofft man sich von Hirschi Impulse bei den Ardennen-Klassikern und bei härteren Eintagesrennen. Hirschi, der 2019 U23-Weltmeister wurde, soll bei Tudor Pro Cycling eine Schlüsselrolle in den Klassikern übernehmen und das Team bei WorldTour-Rennen anführen.
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Jan Christen verlängert seinen Vertrag bei UAE Team Emirates bis 2030. Der junge Talent bleibt damit einem der erfolgreichsten Teams der WorldTour erhalten. Diese langfristige Bindung zeigt das Vertrauen der Teamleitung in Christens Entwicklungspotenzial.
Die Vertragsverlängerung wurde von Blick und der Luzerner Zeitung berichtet. Der 20-jährige Zentralschweizer gilt als eines der größten Talente im internationalen Radsport und konnte bereits als U23-Fahrer beachtliche Erfolge feiern. Bei UAE Team Emirates wird er schrittweise an die WorldTour-Höhepunkte herangeführt und soll langfristig ein Leader im Team werden.
Christen, der 2022 Junioren-Weltmeister wurde, profitiert bei UAE von der Betreuung durch erfahrene Fahrer und soll in den kommenden Jahren zu einem der Top-Fahrer im Team heranwachsen.
Team-Entwicklungen und Neuerungen in der Saison 2026
Das Tudor Pro Cycling Team etabliert sich als schweizerisches Radsportprojekt mit großen Ambitionen. Unter der Führung von Fabian Cancellara, dem erfolgreichsten Schweizer Radrennfahrer der jüngsten Vergangenheit, baut das Team eine schlagkräftige Mannschaft auf. Die Verpflichtungen von Stefan Küng und Marc Hirschi sind klare Zeichen der sportlichen Ambitionen.
Swiss Cycling und die NZZ berichten über die Aktivitäten des Teams, das sich als Aushängeschild des Schweizer Radsports positioniert. Das Projekt profitiert von der Erfahrung und dem Netzwerk Cancellaras und zielt darauf ab, sowohl bei Klassikern als auch bei Etappenrennen erfolgreich zu sein. Tudor Pro Cycling verfügt über ein schweizerisches Kern-Team mit zahlreichen nationalen Talenten und strebt den Aufstieg in die WorldTour an.
Die strategische Ausrichtung kombiniert den Aufbau junger Schweizer Fahrer mit der Verpflichtung erfahrener Profis wie Küng und Hirschi. Das Team wird von der Uhrenmarke Tudor unterstützt und soll in den kommenden Jahren zu einem der führenden Teams im Radsport werden. Die Zusammenarbeit mit Swiss Cycling und nationalen Verbänden soll die Entwicklung junger Talente fördern und den Schweizer Radsport nachhaltig stärken.
NSN Cycling Team: Neuer Name, Schweizer Lizenz 2026
Ein bedeutender Wechsel im Profi-Radsport: Das Team Israel-Premier Tech tritt 2026 unter dem Namen NSN Cycling Team an. Das Team erhält eine Schweizer Lizenz und wird von der Genfer Investmentfirma Stoneweg unterstützt. Diese Neuausrichtung bringt ein schweizerisches Gesicht in die WorldTour und schafft neue Möglichkeiten für Schweizer Fahrer.
Die Informationen stammen von Blick, Wikipedia und Swiss Cycling. Der Wechsel zur Schweizer Lizenz ermöglicht dem Team, stärker in der Schweiz verwurzelt zu sein und lokale Sponsoren zu integrieren. NSN Cycling Team verfügt über eine etablierte WorldTour-Lizenz und kann auf die Erfahrung von Fahrern wie Chris Froome und Michael Woods zurückgreifen.
Die neue Ausrichtung soll die Verbindung zum Schweizer Markt stärken und die Entwicklung einheimischer Talente fördern. Das Team plant, vermehrt in der Schweiz zu starten und nationale Rennen zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit Schweizer Sponsoren und die Integration lokaler Talente sollen das Team langfristig in der Schweiz verankern.
Karriere-Enden und Vertragslose Profis 2026
Chris Froome ohne Vertrag 2026: Rüchtritt steht bevor
Chris Froome, vierfacher Tour-de-France-Sieger, befindet sich 2026 ohne Vertrag. Der Brite, der in der Vergangenheit auch mit Schweizer Teams in Verbindung stand, gilt als möglicher Rüchtrittskandidat. Seine vertragslose Situation wirft Fragen über die Zukunft einer der größten Radsport-Ikonen auf.
Outside Magazine und Radsport-News.com berichten über die ungewisse Situation Froomes, der sich möglicherweise nach einer langen und erfolgreichen Karriere zurückziehen wird. Froome, der 2011 auch die Tour de Suisse gewann, hat in den letzten Jahren mit Verletzungen und Formschwankungen zu kämpfen. Sein Fehlen auf dem Markt 2026 zeigt die Schwierigkeiten, mit denen selbst ehemalige Großartige konfrontiert sind, wenn sie über 35 Jahre alt sind.
Froomes Situation verdeutlicht die harten Realitäten im Profi-Radsport, wo Leistung und aktuelle Form über die Zukunft entscheiden. Sein möglicher Rücktritt würde das Ende einer Ära markieren und die Bühne für neue Talente freimachen.
Rui Costa beendet Karriere – Schweizer Profis im Fokus
Rui Costa, ehemaliger Weltmeister und prominenter Fahrer in der WorldTour, beendet seine Karriere Ende 2025. Der Abgang des Portugiesen schafft Platz für neue Talente und lenkt die Aufmerksamkeit stärker auf Schweizer Profis wie Stefan Küng, Marc Hirschi und Jan Christen. Radsport-News.com berichtet über Costas Karriereende, das den Start in eine neue Ära markiert, in der Schweizer Fahrer vermehrt in Führungspositionen stehen.
Die veränderte Team-Landschaft bietet Schweizer Profis größere Chancen, sich zu profilieren. Costas Abgang aus der WorldTour symbolisiert den Generationenwechsel im Radsport, bei dem junge Schweizer Fahrer wie Christen und etablierte Profis wie Küng und Hirschi größere Verantwortung übernehmen. Der Wegfall eines Routiniers wie Costa schafft Platz in den Teams und ermöglicht es jüngeren Fahrern, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich zu profilieren.
2026 wird zu einem entscheidenden Jahr für den Schweizer Radsport. Mit neuen Team-Strukturen wie Tudor Pro Cycling und NSN Cycling Team sowie den Karrierewechseln von Top-Fahrern wie Küng und Hirschi steht der Schweizer Radsport vor einer spannenden Entwicklung. Die kommende Saison verspricht viele interessante Duelle und die Möglichkeit für Schweizer Profis, auf internationaler Bühnen zu glänzen.
Besonders spannend wird sein, wie sich die jüngeren Talente wie Jan Christen in der WorldTour etablieren und ob die neuen Schweizer Projekte wie Tudor Pro Cycling schnell konkurrenzfähig werden können. Die Kombination aus erfahrenen Profis und aufstrebenden Talenten bietet die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des Schweizer Radsports.
